Die Geschichte von Filippos Rückkehr

Filippo ist ja nun bereits 5 Jahre alt. Typischerweise verschwindet er ja im August, wenn es wieder genug Nüsse gibt, um dann im Frühjahr hungrig wieder aufzutauchen. Da aber fünf Jahre schon ein sehr ordentliches Alter für ein wildes Eichhörnchen ist, habe ich nicht so wirklich daran geglaubt, dass er noch lebt und zu uns zurückkommen wird. Am 27.3. habe ich dann eine Erinnerung von vor einem Jahr geteilt. An diesem Tag war Filippo nämlich letztes Jahr zurückgekommen. Zwei Tage später, am 29.3. hatte dann aber unsere Wildtierkamera tatsächlich ein braunes Hörnchen aufgenommen. Eigentlich nicht ungewöhnlich, da ja Filli sehr oft vorbei kommt. Aber ich war mir da schon recht sicher, dass es Filippo sein könnte. Denn ich erkannte auf dem Film, dass es ein Eichkater ist. Und wir haben keinen anderen braunen Eichkater. Leider konnte ich aber nicht sicher sein, denn ich hatte nur diese Filme und hatte dieses Hörnchen noch nicht selbst sehen können. Auch am Osterwochenende kam er öfters vorbei und wurde von Rainer, der daheim die Stellung hielt, mit dem Handy fotografiert und gefilmt. Aber auch auf diesen Aufnahmen konnte man sein Markenzeichen, das ausgefranste Ohr, nicht eindeutig erkennen.

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Und dann kam der 5. April. In der FAZ erschien ein Artikel über uns und unsere Hörnchen. Der letzte Satz handelte dabei von unserem emotionalsten Erlebnis. Das war natürlich als Filippo uns das erste Mal aus der Hand gefressen hat!!!
Kurz nachdem ich den Artikel gelesen hatte, schaute ich raus in den Garten. Und sah ein braunes Eichhörnchen im Futterkasten sitzen. Ich vermutete gleich, dass es Filippo sein könnte! Also schnappte ich mir die Kamera und ging nach draußen (ohne Jacke übrigens, dazu war keine Zeit). Ich rief immer wieder leise Filippos Namen. Und tatsächlich, genau wie damals, sprang er aus dem Futterkasten und sprang langsam auf mich zu. Bevor er bei mir angelangt war, kniete ich mich nieder und streckte ihm meine Hand mit Haselnüssen und Karotten entgegen. Und genau wie damals schnappte er sich eine Haselnuss und sprang mit ihr auf den Flieder um diese zu fressen. Da war ich mir ganz sicher, dass es Filippo ist und brauchte sein Schlitzohr gar nicht als Bestätigung! Oh wie sehr habe ich mich gefreut!!!

Er lebt und es geht ihm gut, auch wenn man merkt, dass er nicht mehr der Jüngste ist. Aber Nüsse knacken kann er immer noch so schnell wie eh und je – in 2,7 Sekunden, denn er ist ja Das schnellste Eichhörnchen Deutschlands!!!

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